Fußball-Knabenturnier: Wie befürchtet chancenlos

Zum bereits 43. Mal ist am Sonnabend im Freyburger Jahnsportpark das traditionsreiche Knabenturnier über die Bühne gegangen. Und für die Gastgeber war es wie so oft: Nur nicht Letzter werden, lautete ihre Devise. 

Was freilich gar nicht so leicht war angesichts der starken Konkurrenz von D-Junioren-Kickern renommierter Zweit- und Drittligisten. So sollte im Auftaktspiel gegen den späteren Finalisten FC Carl Zeiss Jena der Treffer des Bad Köseners Sören Hölzer das einzige Erfolgserlebnis der gastgebenden Kombination Freyburg/Bad Kösen bleiben. Die Partie ging übrigens mit 1:5 verloren.

 

Arne Beyer (r.), hier mit dem Jenaer Khalid Abu El Heija, belegte mit den D-Junioren von Freyburg/Bad Kösen beim Knabenturnier den zehnten Platz.

Foto: Torsten Biel

„Wir hatten noch zwei knappe Ergebnisse in der Vorrunde, kassierten gegen Erzgebirge Aue erst kurz vor Schluss den Treffer zum 0:1, und mit dem gleichen Ergebnis verloren wir auch gegen Gotha. Ansonsten standen wir, wie befürchtet, auf verlorenem Posten“, sagte Rainer Hase, der zusammen mit Joachim Beyer und Heiko Richter das Team mit D-1- und D-2-Akteuren der Spielgemeinschaft betreute. „Aber es war für unsere Mannschaft schon eine Ehre, gegen so namhafte Teams antreten zu dürfen. Und alle haben ihr Bestes gegeben. Das ist die Hauptsache“, so Hase.

Joachim Beyer (hinten rechts) und Rainer Hase betreuten zusammen mit Heiko Richter das gastgebende Team: eine Mischung aus D-1- und D-2-Junioren.  Foto: Torsten Biel

Turniersieger wurde am Sonnabend der FC Rot-Weiß Erfurt, der sich in einem Thüringer Finale mit 1:0 gegen Jena durchsetzte. Beim FC Carl Zeiss tauchte übrigens ein bekanntes Gesicht der JSG Naumburg auf: Pepe Sperling. Bereits seit einem halben Jahr trainiert er in Jena mit, und mit einer Gastspielgenehmigung durfte er für den Club beim Knabenturnier starten. Sperling erzielte gegen den Gastgeber im Auftaktspiel das erste Tor des Wettbewerbs und traf dann auch noch zum 2:1 gegen Aue. Wie es mit dem Talent aus der Domstadt weitergeht - ob im Trikot der heimischen JSG oder des FC Carl Zeiss - steht noch nicht fest.

Der Naumburger Pepe Sperling (l.) spielte für den Turnierzweiten Jena. Foto: Torsten Biel

 Eine starke Vorstellung bot der JFV Weißenfels mit den Bad Kösenern Robert Toepfer, Enzo Zippließ und Jamie Wiegand sowie dem Nebraer Elias Schültke. Die „Burgenlandauswahl“ wurde zunächst Gruppensieger und am Ende Dritter nach einem 2:0-Sieg im kleinen Finale gegen Aue. Rechtzeitig zu den Halbfinalpartien war am Sonnabendnachmittag auch Turnierleiter Robert Jesswein eingeflogen - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Jugendwart des FC RSK Freyburg hatte als Kreissieger der DFB-Aktion „Fußballhelden - junges Ehrenamt“ eine Fortbildungs-Reise nach Spanien gewonnen (Tageblatt/MZ berichtete). „Das war eine tolle Erfahrung für mich, das Programm war pickepacke-voll“, berichtete der 31-Jährige. Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones und Ex-Fifa-Schiedsrichter Knut Kircher referierten. Es gab auch eine Gesprächsrunde mit Rainer Koch, Vizepräsident des DFB für den Amateurbereich, zudem Workshops zu den Themen Problemlösung und Projektarbeit. „Da habe ich schon sehr viel für die ehrenamtliche Tätigkeit in meinem Heimatverein mitnehmen können“, so Robert Jesswein, der für die Rückkehr aus Spanien den Flieger nahm. „Noch eine 25-stündige Bustour wie bei der Hinfahrt, und ich hätte es nicht rechtzeitig nach Hause geschafft.“ In Freyburg wusste Jesswein das Knabenturnier, sein Steckenpferd, in besten Händen: bei Tina Kirchhoff und Thomas Postleb sowie der Wettkampfleitung mit Ralf Nebe, Martin Schumann, Christian Haberzettl, Steffen Fischer, Jens Diener und Stefan Bartsch.

Als Schiedsrichter waren am Sonnabend Harald Kirchhoff, Falk Iser sowie Jens und Sven Nielsen im Einsatz.

 

Thomas Postleb (r.), Präsident des FC RSK Freyburg, bei der Absprache mit den Trainern der teilnehmenden Teams und Vertretern des Organisationskomitees. – Foto: Torsten Biel

Quelle: MZ/Naumburger Tageblatt - Fotos: Torsten Biel

 


Drucken