Großkorbetha nicht zu packen

Ohne Punkte kehrte die D1 aus Großkorbetha zurück.

TSV Großkorbetha (D) - SG Freyburg/Bad Kösen (D1) 4:2 (3:1)

Die Blau-Weißen wollten nach der guten Partie gegen Mertendorf in Großkorbetha nachlegen und auch beim TSV Zählbares mitnehmen. Den ersten leichten Hoffnungen in dieser Richtung machte jedoch der Schiedsrichter einen Strich durch die Rechnung. So blieb ein klares Handspiel der Gastgeber im eigenen Strafraum ungeahndet, obwohl der Referee beste Sicht hatte(2). Wenigstens zog der Unparteiische im weiteren Verlauf der Partie seine Linie durch, denn es wurde auf beiden Seiten reichlich Scheiße gepfiffen. Offenbar wurden in Großkorbetha die Uhren bereits am Freitag umgestellt, denn der zweite Durchgang wurde mindestens zwei Minuten zu früh beendet. Obwohl wir mit Schiedsrichterkritik ansonsten immer sehr vorsichtig sind, darf das an dieser Stelle auch mal angemerkt werden. Sei es drum, spielentscheidend war dies alles jedoch nicht. Jonas Gerhardt hatte dann die Gästeführung auf dem Fuß, nach guter Vorarbeit von Sören Hölzer und Lucas Sehmisch ging sein 12m-Kracher aber knapp drüber(4.) Drei Minuten später dann doch Jubel auf Seiten der Gäste, denn nach einem Mittellinienfreistoß von Konstantin Wagner donnerte Sören Hölzer den Ball aus halblinker Strafraumposition ins Netz der Gastgeber(7.) Die Freude währte jedoch nur kurz, denn im direkten Gegenzug jagte Tom Kammler einen weiten Ball vom Anstoß weg von der  halbrechten Strafraumgrenze sehenswert zum 1:1 ins Gehäuse von SGFB-Keeper Julian Battke(9.) Im Anschluss ließen sich die Gäste immer öfter von der robusten Spielweise des TSV einschüchtern. Dagegenhalten war mehrfach von schmerzhafter Natur, denn die körperlich leicht bevorteilten Gastgeber waren sehr unangenehme Zweikampfgegner. Erschwerend kam hinzu, dass die lausige Passquote bei der Saale-Unstrut Combo zwischenzeitlich für dicke Halsschlagadern beim Trainer sorgte. So konnte sich Großkorbetha mehrere Chancen erarbeiten, die jedoch teilweise fahrlässig vergeben wurde. In der 20. Minute traf auf Seiten der Gäste Lucas Sehmisch nur den Pfosten und Dominik Eckert auf der Gegenseite nur die Querlatte. Unglücklich agierte dann der frisch eingewechselte Mika Hornbogen. Quasi mit seinem ersten Ballkontakt "schickte" er TSV-Akteur Kammler aufs eigene Tor, der sich die Chance zum 2:1 nicht nehmen ließ(24.) Nach einem Freistoß narrte kurz vor dem Pausenpfiff dann Felix Banas seine Gegenspieler und erhöhte mittels einer Körpertäuschung im Strafraum auf 3:1(28.) Den besseren Start in Durchgang zwei hatten dann auch die Platzherren. Das 4:1 war ein Abbild des 1:1. Wieder erreichte ein weiter Diagonalball den schussgewaltigen Kammler, der das Spielgerät aus 20m von halbrechts in die Gästemaschen drosch(32.) Die Hintermannschaft der Gäste hatte mit diesen weit geschlagenen Bällen vielfach erhebliche Mühe. Mit fortschreitender Spieldauer kamen die Gäste wieder besser zum Zug, wohlwissend welch schwere Bürde der Drei-Tore-Vorsprung des TSV bedeutete. So wurde dann Lucas Sehmisch am TSV-Strafraum bedient (Passgeber leider vergessen) und mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck verkürzte "Kamikaze-Lucas" auf 4:2(42.) Obwohl sich die Spielgemeinschaft nun bis zum Schluß bemühte, Treffer wollten keine mehr fallen. Die beste Chance für die SGFB hatte hierbei noch Alice Kirschner, die ihrem Gegenspieler enteilte und TSV-Keeper Niklas Dallmann zu einer glänzenden Reaktion zwang(55.) Fazit: Die Gäste waren mit der robusten Spielweise des TSV sehr gefordert. Vermeintlich leicht zu verteidigende lange Bälle bekam man zu keiner Zeit in den Griff, was der Gegner rigoros ausnutzte. Was soll´s, nächste Woche dann halt Auswärtssieg in Langendorf (die überraschend gegen RWW unterlagen).

SGFB mit: Julian Battke, Marvin Dammenhayn, Konstantin Wagner, Oliver Pfeifer, Joshua Strauß, Jonas Gerhardt, Sören Hölzer, Nick Schneider, Lucas Sehmisch, Mika Hornbogen, Alice Kirschner

 


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